NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel

NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel

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Datum/Ort: 17. und 18. März 2015, Astrofarm der Hacienda los Andes, Chile
Belichtung/
Filter:
LRGB: jeweils 6 x 600 Sekunden (-20°C)
Kamera: FLI PL29050 mit Astrodon II-Filtern
Optik: Astro-Physics 305mm f/3.8 Riccardi-Honders auf AP1200 GTO
Guiding durch 61mm-Sucher mit Lodestar
Fokussierung mit FLI Atlas und FocusMax,
Steuerung mit MaximDL 5,
Kalibration in MaximDL, Weiterverarbeitung in PixInsight 1.8



NGC 3293 ist wahrscheinlich der schönste Offene Sternhaufen am ganzen Himmel.
NGC 3324 sollte eigentlich eine eigene Aufnahmeserie bekommen, da ich nicht nicht damit gerechnet hatte, dass er auf dieser Aufnahme vollständig und so prominent drauf sein würde. Das ermöglichen eben das große Feld des RH und der Vollformatchip der PL29050.
NGC 3324 wird in Chile zu Ehren der in Vicuña geborenen Dichterin und Nobelpreisträgerin Gabriela-Mistral-Nebel genannt, weil man in ihm ihr markantes Profil erkennen könne.
 
Die Farbaufnahme wurde mit Schmalbandfilterdaten ergänzt, um das Signal der leuchtenden Gase in diesem Sternentstehungsgebiet zu betonen:

NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel

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Datum/Ort: 17. und 18. März 2015, Astrofarm der Hacienda los Andes, Chile
Belichtung/
Filter:
LRGB, Hα und OIII: jeweils 6 x 600 Sekunden (-20°C)
Kamera: FLI PL29050 mit Astrodon II-Filtern
Optik: Astro-Physics 305mm f/3.8 Riccardi-Honders auf AP1200 GTO
Guiding durch 61mm-Sucher mit Lodestar
Fokussierung mit FLI Atlas und FocusMax,
Steuerung mit MaximDL 5,
Kalibration in MaximDL, Weiterverarbeitung in PixInsight 1.8

 
Einen eigenen Reiz haben die Falschfarbenaufnahmen, die man durch das Kombinieren der Schmalband-Frames erzeugen kann, indem man den Emissionsfiltern (willkürlich) Rot, Grün und Blau zuweist.
Nach dem modifizierten Bicolor-Verfahren von Steve Cannistra und besonders der Pixelmath-Implementierung in PixInsight von Gerhard Wechselberger habe ich aus den Ha und OIII-Frames einen synthetischen Blau-Kanal erzeugt und die drei Datensätze zu einem RGB-Bild kombiniert, das die Emissionsnebel betont.

NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel, Hα, OIII und synthetischer Blaukanal nach Cannistra/Wechselberger

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Datum/Ort: 17. und 18. März 2015, Astrofarm der Hacienda los Andes, Chile
Belichtung/
Filter:
Hα und OIII: jeweils 6 x 600 Sekunden (-20°C)
Kamera: FLI PL29050 mit Astrodon II-Filtern
Optik: Astro-Physics 305mm f/3.8 Riccardi-Honders auf AP1200 GTO
Guiding durch 61mm-Sucher mit Lodestar
Fokussierung mit FLI Atlas und FocusMax,
Steuerung mit MaximDL 5,
Kalibration in MaximDL, Weiterverarbeitung in PixInsight 1.8

Eigentlich hätte man es fast schon mit den Schmalbandaufnahmen belassen können.
 
Die Hα-Aufnahme allein:

NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel, nur Hα

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Datum/Ort: 17. und 18. März 2015, Astrofarm der Hacienda los Andes, Chile
Belichtung/
Filter:
Hα: 6 x 600 Sekunden (-20°C)
Kamera: FLI PL29050 mit Astrodon II-Filtern
Optik: Astro-Physics 305mm f/3.8 Riccardi-Honders auf AP1200 GTO
Guiding durch 61mm-Sucher mit Lodestar
Fokussierung mit FLI Atlas und FocusMax,
Steuerung mit MaximDL 5,
Kalibration in MaximDL, Weiterverarbeitung in PixInsight 1.8

Die feinen Filamente des ionisierten Wasserstoffs kommen in diesem Schwarzweißbild besonders gut heraus.
Und der Vollständigkeit halber das reine OIII-Bild:

NGC3293 (Carina), Edelstein-Cluster und NGC 3324, Gabriela-Mistral-Nebel, nur OIII

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Datum/Ort: 17. und 18. März 2015, Astrofarm der Hacienda los Andes, Chile
Belichtung/
Filter:
OIII: 6 x 600 Sekunden (-20°C)
Kamera: FLI PL29050 mit Astrodon II-Filtern
Optik: Astro-Physics 305mm f/3.8 Riccardi-Honders auf AP1200 GTO
Guiding durch 61mm-Sucher mit Lodestar
Fokussierung mit FLI Atlas und FocusMax,
Steuerung mit MaximDL 5,
Kalibration in MaximDL, Weiterverarbeitung in PixInsight 1.8

An der schieren Menge des ionisierten Sauerstoffgases kann man erkennen, dass das gesamte Sternentstehungsgebiet bereits mehrere Generationen von Sternen hervorgebracht haben muss. Denn das Sauerstoffgas muss von Supernovae stammen, die ihre schwereren Elemente in das interstellare Medium "geimpft" haben, als sie in ihrer finalen Explosion zerfetzt wurden.

© Friedhelm Hübner, letzte Aktualisierung:  16.01.2017