Cirrusnebel, westlicher Bogen (NGC 6960)

Cirrusnebel, westlicher Bogen (NGC 6960)

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Datum/Ort: 19., 22. und 30. August 2009, AAR-Sternwarte in Presberg
Belichtung/
Filter:
Luminanz 12 x 10 Minuten (-12°C)
I 7 x 10, Rot 3 x 10, Grün 4 x 10 und Blau 8 x 10 Minuten (-15°C)
Kamera: SBIG ST10XME, motorisiertes Atik-Filterrad mit Astronomik-RGB-Filtern
Optik: 4"-TMB-Refraktor auf Gemini 41 Field der AAR
Fokussieren per Hand mit Hilfe von MaximDL 4.6
Deblooming, Darkabzug, Registrieren und Summieren: MaximDL,
Tonwertkorrektur und Gradationskurven: Photoshop CS.



In drei August-Nächten versuchte ich zunächst mit O3 und Hα-Filtern und dann mit RGB-Filtern, (L)RGB-Serien des Cirrusnebels aufzunehmen. Nachdem sich nach der ersten Nacht herausstellte, dass alle Hα-Aufnahmen zu Strichspuren missraten waren, forschte ich im MaximDL-Forum stundenlang nach einer Lösung. Es konnte doch nicht sein, dass ich der einzige mit diesen Guiding-Problemen war.
Eine ausführliche Anleitung von Douglas George von Cyanogen brachte die entscheidenden Tipps, und das Guiding funktionierte anschließend die meiste Zeit mit Abweichungen von der Idealposition im Sub-Pixel-Bereich.
Ich hatte vor diesem Test den Eindruck, dass die G41-Field der AAR etwas unberechenbarer sei als meine Obs.-Version; das stellte sich aber als unberechtigt heraus.
Jedenfalls hatte das Fotografieren durch das Vereinsgerät den Vorteil, dass ich parallel zu den Aufnahmen DeepSky-Beobachtungen mit dem 13"er machen konnte. Nur dem Laptop beim Arbeiten zuzusehen ist auf die Dauer etwas langweilig, wenn alles klappt.
Die stark zueinander rotierten Bildsequenzen kommen von der fehlenden Möglichkeit, einen Referenz-Anschlag für die Kamera am OAZ des TMB zu fixieren.
Beim Versuch in der dritten Nacht, den Blaukanal aufzunehmen, war mir das Mißgeschick passiert, dass ich den danebenliegenden Johnson-I-Filter eingestellt habe. Zwar ersetzte ich damit die Rot-Serie, jedoch stand das Objekt bei den Grün-Aufnahmen dann schon sehr tief, weshalb dieser Kanal vergleichsweise verrauscht ist.
In zwei Nächten ließ ich die Canon mit ihrem Normalobjektiv huckepack für Milchstraßenaufnahmen mitlaufen.

© Friedhelm Hübner, letzte Aktualisierung:  16.01.2017